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HP will den Kopierer-Markt stören

15 September 2016




Die HP-Einführung
 

Am 12. September hat HP Inc.  ein definitives Abkommen angekündigt, für geschätzt $ 1,05 Mrd. den Geschäftsbereich Druck von Samsung zu akquirieren.

Am gleichen Tag kündigte HP die Einführung eines breiten Angebotes an neuen A3-Multifunktionsgeräten an und eine Serie dazuhöriger Dienstleistungen. HP hat echte Änderungen des Druckmarktes vor, vor allem im A3-Segment, der etwa 55 Mrd.
USD/Jahr wert ist.  

Dieses neue Angebot umfasst 16 Drucker der neuen Generation. Von diesen basieren 13 auf der HP LaserJet-Technologie (Toner) und drei auf der HP PageWide-Technologie (Tintenstrahl). Insgesamt wird HP 54 verschiedene Modelle herausbringen, im Bereich von 25 ppm bis 80 ppm, die A3 Farbe und Monochrom abdecken.

Der Bereich der Farb-LaserJets besteht aus dem E77822 (22ppm), E77825 (25 ppm), E77830 (30ppm), E87640 (40ppm), E87650 (50 ppm) und den E87660 (60 ppm). 
Der PageWide-Farbbereich umfasst den P77740 (40/60 ppm), P77750 (50/70 ppm) und P77760 (60/80 ppm). 
Der LaserJet-Monochrombereich beinhaltet den E72525 (25 ppm), E72530 (30 ppm), E72535 (35 ppm), E82540 (40 ppm) und den E82560 (60 ppm). 
Der M436 (23ppm), zu guter Letzt, ist ein monochromes PageWide-Gerät. 
Die A3-Serie wird etwa um das 2. Quartal 2017 herum im Handel erhältlich sein. 

HP präsentiert die neue Angebotsreihe als Geräte, die sowohl kompakt als auch produktiv und mit kompletten Finishern ausgerüstet sind (Heften, Lochen, Broschürenerstellung etc.), mit dem Fokus auf Sicherheit. Hochsicherheitsfunktionen werden mit eingearbeitet sein, z.B. Einbruchmelder, sicheres Starten und HP Sure Start, welches die Integrität des BIOS (Basic Input Output System) verifiziert. Die Sicherheit wird außerdem durch die Lösung HP JetAdvantage verbessert, die auf aktuellen Geräten bereits vorhanden ist.  

Parallel dazu wird HP auch Smart Device Services einführen, ein Cloud-basiertes Set von Tools und Dienstleistungen für die Überwachung und die Bereitstellung von Fern-Unterstützung von Drucker- und MFP-Anwendern. Solange ein HP-Drucker oder –MFP FutureSmart unterstützt (2012 vorgestellt), bietet SDS dem technischen Support und dem Verwaltungspersonal die Möglichkeit, die Lebensdauer der Verbrauchsmaterialien zu überwachen und Gerätefehler zu überwachen, vielleicht sogar bevor dies kritisch wird. Dies soll die Laufzeit verbessern und insgesamt die Kosten senken. Smart Device Services wird auf Geräten funktionieren, die sowohl auf LaserJet- und auf PageWide-Technologien basieren.  

Zu guter Letzt wurde im Laufe der Ankündigung auch ein Förderprogramm für Partner erwähnt. HP Financial Services (HPFS) bietet eine Vielzahl von Investitionsoptionen an, um Partnern und Kunden von HP zu helfen.

 
 
Die Analyse von DataMaster

Die eindringlichste Ankündigung war die, dass HP beabsichtigt, den gesamten Kopier-Markt zu „stören“. Zu dieser Strategie gab es keine spezifischen Details, aber schauen wir uns einmal das an, was wir wissen:
 
  • HP kam über andere Kanäle in den Genuss eines enormen Erfolges, z.T. durch wertsteigernde Vertriebspartner, aber noch bedeutender durch direkte Verkäufe auf sowohl B2B wie auch B2C-Ebene – durch das Anbieten von Support und weiterer Dienstleistungen an Geschäftskunden direkt.
  • HP hat Samsung gekauft, dessen Geschäftsbereich Druck nie wirklich versucht hat, ein Netzwerk von vertragsgebundenen Händlern aufzubauen und dessen andere Unternehmensbereiche diesen Weg auch nicht eingeschlagen haben.
  • Die Strategie für Verbrauchsmaterialien von Samsung bestand darin, günstig und langlebig zu sein und so den Einfluss von Komponenten dritter Parteien auf den Umsatz der Verbrauchsmaterialien zu reduzieren.
  • HP verkauft schon eine ganze Weile MFP, aber diese Markteinführung ist groß – und umfasst Geräte mit niedrigen Instandhaltungsanforderungen und mit einer Lebensdauer der Verbrauchsmaterialien, die relativ lang ist (wir sich noch nicht genau sicher, wie lang).  

Auf einem sich verengenden Markt nehmen die Margen ab. HP ist tatsächlich in einer Position, relativ günstige MFP zu vermarkten, die nicht oft neue Teile benötigen – und direkte Support-Dienste zu bieten, wie sie es auch in ihren anderen Kanälen bereits tun.

Dies könnte eine schlechte Neuigkeit für alle konkurrierenden Kopiergerätehändler sein, und eine sehr schlechte für Drittanbieter von Verbrauchsmaterialien.

    

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